Training vor der Kamera

Berufsinfotage stehen im Mittelpunkt der Fahrten- und Projektwoche am Greselius-Gymnasium

 

 

maa Bramsche. Klaus-Jürgen Bock ist mächtig stolz. „Unser Konzept funktioniert, weil uns unter anderem viele tolle Unternehmen aus Bramsche und Umgebung so gut helfen. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken“, betont der Schulleiter des Greselius-Gymnasiums. An seiner Schule findet in diesen Tagen die „Fahrten- und Projektwoche“ statt. Das klingt im ersten Moment richtig langweilig, ist es aber bei näherem Hinsehen gar nicht…

  

Ein Teil der Schülerschaft (vor allem die 8. und 12. Klassen) ist aktuell auf Studienfahrten im In- und Ausland unterwegs. Die 10. Jahrgänge absolvieren außerhalb des „Greselius“ ihre zweiwöchigen Berufspraktika. Die 5. Klassen („Das Lernen lernen“), die 6. Klassen („Gewaltprävention“), die 7. Klassen („Unser Umgang miteinander“) und die 9. Klassen („Sucht- und Drogenprävention“) kümmern sich um diverse Projekte, die zu ihren Altersgruppen passen.

Überall im Schulgebäude an der Malgartener Straße herrscht deshalb reichlich Gewusel und hektische Betriebsamkeit. Der 11. Jahrgang schließlich widmet sich dem Themenkomplex „Berufliche Orientierung“. „Wir geben den Schülern in diesen Tagen ein Stück Berufsorientierung“, sagt Schulleiter Bock, in Sachen Berufsfindung, Ausbildung und Bewerbung werde „Grundkompetenz vermittelt.“

Am sogenannten Berufsinfotag beispielsweise seien 30 Referenten aus Unternehmen und staatlichen Stellen (Justiz, Polizei, Bundeswehr) im Gymnasium gewesen, um verschiedenste Berufsbilder näher vorzustellen. Gestern waren es dann mehrere Mitarbeiter der Volksbank Bramgau und der Barmer GEK (Krankenkasse), die den Elftklässlern wichtige Hinweise für eine überzeugende Bewerbung und das sichere Auftreten im Vorstellungsgespräch gaben.

„Es gibt ein Training für die Schüler vor der Kamera. Es geht um deren Körpersprache in solch einer Situation. Auch um deren Art der Gesprächsführung und um ehrliche Antworten, die ein authentisches Bild vom Bewerber liefern“, sagt Volksbank-Vertreterin Susanne Thieschäfer: „Wir simulieren die Bewerbungsgespräche. Und wir arbeiten mit ihnen an deren Selbstpräsentation.“

„Das ist schon ähnlich einer Berufsmesse hier“, sagt Schulleiter Bock, „damit liegen wir konzeptionell seit Jahren ganz gut.“ Letzteres natürlich auch, weil mit Sabine Neudorf-Stoltenberg und deren Mitstreitern aus dem Kollegium viele Lehrkräfte viel Zeit in die akribische Organisation und die Durchführung der alljährlichen Fahrten- und Projektwoche am Gymnasium stecken. „Es gibt natürlich jahrgangsspezifische Angebote“, sagt Neudorf-Stoltenberg, „es ist aber ein hoher Planungsaufwand notwendig.“

 

Quelle

Bramsche Nachrichten, Marcus Alwes