Viele Zahlen belegen Bramscher Chancen

Wirtschaftsgeograf Jung beim Wirtschaftsforum

BRAMSCHE. Mit Zahlen in Hülle und Fülle konfrontierte Prof. Dr. Hans-Ulrich Jung die Zuhörer beim Wirtschaftsforum von Stadt Bramsche und Volksbank Bramgau-Wittlage. Sie belegten die Standortanalyse des Wirtschaftsgeografen: Bramsche bringt gute Voraussetzungen mit, um im Wettbewerb der Kommen zu bestehen – wenn die Stadt unter anderem ihre Bemühungen um Bildung und Weiterbildung verstärkt.

 

Die gute verkehrstechnische Lage und die Nähe zum Oberzentrum Osnabrück nannte Jung als zwei der wichtigsten Faktoren für eine günstige Bevölkerungsentwicklung. Deshalb werde sich der Einwohnerverlust in Grenzen halten, aber der demografische Wandel werde Bramsche voll erwischen. Jung zeigte auf, dass immer mehr Senioren immer weniger Jugendliche  gegenüberstehen werden.


Mit weiteren Folien zeigte der Wissenschaftler auf, dass günstige Bevölkerungsentwicklungen
dort stattfinden, wo auch die Wirtschaft funktioniert. Im Umkehrschluss bedeute das: Es hilft nichts, eine Stadt für Familien attraktiv zu machen, wenn es dort keine wirtschaftliche Perspektive gibt.


Dazu komme eine immer stärker werdende Wissensorientierung der Wirtschaft. „Das geht bis in die letzte Ecke, dem wird sich keiner entziehen können“, betonte Jung. Da tun sich in Bramsche
Handlungsfelder auf. Jung bemängelte eine starke Bedeutung der nicht wissensintensiven Dienstleistungen in Bramsche und vor allem eine zu geringe Quote an Schulabsolventen mit Hochschulreife und Arbeitsplätzen für Hochschulabsolventen. Hier bestehe Handlungsbedarf,
sowohl bei der Förderung von Gymnasiasten als auch bei der Qualifikation aller weiteren Schulabgänger, bei denen es gelte, „niemanden zurückzulassen“. Pahlmanns Premiere

Eine „hervorragend ausgebaute Infrastruktur für die Betreuung und Bildung von Kindern“, attraktive Baugebiete und eine „kluge Stadtplanung“ zählte Heiner Pahlmann in seiner ersten Ansprache als Bürgermeister beim Wirtschaftsforum zu den Bramscher Stärken. Pahlmann kündigte zudem die Gründung eines Arbeitskreises an, der sich mit der Nutzung industrieller Abwärme befassen soll.
Eine weitere Premiere hatte Volksbank-Vorstand Frank Rauschenbach zu verkünden: Erstmals wurde beim Wirtschaftsforum um Spenden gebeten. Darüber freut sich die Freie Berufsbildungsstätte „Die Brücke“. Deren Geschäftsführer Volker Hohmann nahm einen Scheck über 1000 Euro entgegen

Quelle

Text und Bild

Heiner Beinke / Bramscher Nachrichten