Vorstandswechsel bei der Volksbank Bramgau-Wittlage

Heiko Ziegemeier scheidet aus – Nachfolger Holger Benitz ist ein „Eigengewächs“

Bei der Volksbank Bramgau-Wittlage kündigt sich ein Vorstandswechsel an: Heiko Ziegemeier wird zum Jahresende in die passive Phase der Altersteilzeit wechseln. Der Vertreterversammlung stellte sich am Dienstagabend bereits sein Nachfolger Holger Benitz vor.

Benitz sei ein „Eigengewächs“ der Volksbank Bramgau, begrüßte Vorstand Frank Rauschenbach seinen künftigen Kollegen. Der gebürtige Achmeraner ist 45 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Seine Ausbildung begann er im August 1989 bei der damaligen Volksbank Bramsche. „Die Bank ist heute siebenmal so groß wie zu meinem Ausbildungsbeginn“, skizzierte Benitz die rasante Entwicklung, die von zwei Fusionen geprägt ist. Seit 2011 ist Benitz im Institut als Vorstandsassistent/ Prokurist tätig. Aufgrund der intensiven Vorbereitung werde es zum Jahreswechsel „einen nahtlosen und reibungslosen Übergang in der Führung der Bank“ geben. Ziegemeier betonte, er habe im Leben das Glück gehabt, zur rechten Zeit immer Personen um sich zu haben, die ihm die richtigen Ratschläge gegeben hätten. Angefangen bei seinen Eltern, die ihm rieten, „eine ordentliche Lehre“ zu machen, bis hin zu den Aufsichtsratsmitgliedern der Volksbank Hunteburg, die ihm rieten, dort das Vorstandsamt zu übernehmen. Bis heute habe er mit einigen von ihnen 31 Jahre lang zusammengearbeitet. Die Bilanzsumme sei in dieser Zeit von 10 Millionen auf 550 Millionen Euro angestiegen, auch dies sei Fusionen zu verdanken. Gutes Jahr 2014 „Unserer Bank geht es gut.“ Mit dieser schlichten Vorstellung hatte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Friedrich Henrichs die Vorstellung des Jahresberichtes für 2014. Frank Rauschenbach berichtete, die Bilanzsumme sei um 17,8 Millionen Euro auf 554,5 Millionen Euro gestiegen. Das Wachstum von 3,3 Prozent liege über dem Verbandsdurchschnitt. Eine „schwarze Null“ beim Bewertungsergebnis unter anderem der Kreditrisiken und der trotz Tarifsteigerungen nahezu unveränderte Verwaltungsaufwand führen zu einem Jahresüberschuss von 2,7 Millionen Euro und einem Bilanzgewinn von 1,5 Millionen Euro. Damit könne das Eigenkapital weiter gestärkt werden. Das beträgt laut Rauschenbach rund 60 Millionen Euro. An die Mitglieder wird eine Dividende von 6 Prozent ausgeschüttet, das sind rund 340 000 Euro. Damit hat die Volksbank Bramgau-Wittlage eine gute Ausgangslage für die zunehmend härteren Zeiten, die Rauschenbach auf die Banken zukommen sieht. Seit zehn Jahren seien die Zinsen konstant gefallen, die nach seiner Einschätzung auf diesem niedrigen Niveau bleiben werden. Zudem erschwerten EU-Auflagen der Volksbank das Wirtschaften, weil sie gezwungen werde, „nahezu unverzinste Staatsanleihen“ zu erwerben. Da die Haupteinnahmequelle Zinsüberschuss gestutzt werde, bleibe nur die Möglichkeit, bei den Kosten zu sparen. Auf keinen Fall aber werde die Volksbank Bramgau-Wittlage ins Risiko gehen: „Solides Wirtschaften in der Region ist unser Erfolgsmodell“, betonte Rauschenbach. Sein künftiger Vorstandskollege Hoger Benitz ergänzte, es werde auch nicht über Filialschließungen diskutiert. Als Aufsichtsratsmitglieder wurden in der Versammlung der Vorsitzende Stefan Berghegger sowie Karl-Heinz Hawighorst und Reiner Hinrichsmeyer einstimmig wiedergewählt.

Quelle

Text und Bild

Heiner Beinke / Bramscher Nachrichten