Frank Thater; immer vor Ort

In der letzten Ausgabe des Wittlager Quartal haben wir über Karin Kock, die Leiterin der Filiale der Volksbank Bramgau-Wittlage in Rieste berichtet. Natürlich gibt es noch viele Kolleginnen und Kollegen der Volksbank, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich engagieren. Heute möchten wir Frank Thater, den Leiter der Filiale in Hunteburg vorstellen.

Wie Ralf Beckkötter, der Leiter der Privatkundenabteilung im Vorgespräch erklärte, ist der sympathische Hunteburger Rettungshelfer. Zunächst war ich mehr als verblüfft, als mir der „Hunteburger Junge“ erklärte, er könne für ein Foto aber nicht in Sanitäteruniform erscheinen; einfach weil die Sanitäter vor Ort in Hunteburg überhaupt keine „Berufskleidung“ tragen. „Wir sind 2004 auf Anregung von Mathias Wübker und seinem Bruder Peter zusammengekommen und haben die Sanitäter vor Ort hier in Hunteburg gegründet. Vor Ort heißt in diesem Fall, dass die Alarmierung über Pieper und SMS erfolgt, wenn die 112 gewählt wurde, denn wir sind kein Ersatz für Rettungsdienst und Notarzt. Unser Vorteil liegt einfach darin, dass wir mit unserem Notfallkoffer in der Regel 5 bis 8 Minuten früher zum Einsatzort kommen können, da Rettungswagen und Notarzt aus Ostercappeln kommen; manchmal aber auch aus Damme“ erklärt mir Frank Thater in unserem Gespräch. Angefangen hat es bei ihm persönlich schon mit dem Zivildienst, den er 1992 bis 1993 auf der Rettungswache des Malteser Hilfsdienstes in Damme absolvierte. „Das  Besondere an uns „Sanitätern vor Ort“ hier in Hunteburg ist neben unserem ehrenamtlichen
Engagement die Frage der finanziellen Ausstattung. Alles, was wir benötigen, wird ausschließlich durch Spenden eingeworben. Beim Start 2004 haben die Hunteburger Unternehmen ebenso wie die Bevölkerung sich recht großzügig gezeigt und so kamen innerhalb kurzer Zeit die notwendigen Mittel in Höhe von ca. 5.000 € für die Erstausstattung zusammen“ berichtet der Sanitäter vor Ort mit berechtigtem Stolz. - Stolz ist ein Wort, das heutzutage kaum noch benutzt werden darf, aber wenn jemand wie die Sanitäter vor Ort ihre Freizeit opfern, auf eigenen Kosten zum Einsatzort fahren (natürlich mit dem eigenen Fahrzeug) und dann auch noch das Engagement aufbringen, die benötigten Gelder selbst einzuwerben; dann darf man auch ein bisschen stolz sein – (Anmerkung des Verfassers). Ob denn neben der Leitung der Filiale in Hunteburg und dem Einsatz als Sanitäter vor Ort noch Zeit für die Familie bleibt, möchte ich natürlich wissen ? „Klar bleibt noch Zeit für die Familie, aber neben den Sanitätseinsätzen – immerhin zwischen 50 bis 80 Mal im Jahr, bin ich - wohl berufsbedingt – auch noch im Vorstand des Hunteburger SV als Kassierer tätig. Seit 18 Jahren verwalte ich die Vereinsfinanzen, habe natürlich selbst Fußball beim Hunteburger SV gespielt, daneben auch mal als Trainer gearbeitet, allerdings nur für ein Jahr“ lacht Frank Thater in Erinnerung an das Jahr 1999. Zur Zeit allerdings stehen große Umbaumaßnahmen an den Umkleideräumen auf der Tagesordnung des Vereins. Und auch hier ist Frank Thater nicht nur administrativ tätig. Neben der Verantwortung für die soliden Finanzen des Vereins packt das Vorstandsmitglied des Vereins selbstverständlich mit an, wenn wieder einmal ein Arbeitseinsatz „jede Hand“ braucht. Die Finanzen der Sportwerbewoche liegen ebenso in den Händen von Frank Thater wie die des Kinderkarnevals, aber das geht natürlich nur mit vielen helfenden Händen. Allein mit seiner Frau und den beiden Kindern Henri und Emma macht Frank Thater gerne Urlaub in einer Finca auf den Balearen oder auch an der Nordsee. Hotelurlaub ist nur bedingt etwas für den Hunteburger, der zusätzlich noch Zeit findet, um alle 3 bis 4 Wochen gemeinsam mit guten Freunden Doppelkopf zu spielen. Das Amt des Kassenwartes beim Hunteburger SV hat Frank Thater übrigens von seinem Vater übernommen. Ebenso war sein Vater Kollege in der damaligen Volksbank Hunteburg eG. „Ich bin ein Hunteburger Kind und fühle mich hier sehr wohl. An einem anderen Ort zu arbeiten könnte ich mir auch gar nicht vorstellen“ so Frank Thater zum Schluss unseres Gespräches. Ich denke, die Volksbank Bramgau-Wittlage hat damit nicht nur Frank Thater eine Gefallen getan; auch die Kunden der regionalen Bank sind sicherlich dankbar dafür, dass sich jemand um ihre Finanzen kümmert und im Notfall auch als Sanitäter vor Ort immer im Einsatz ist. Wie heißt doch der Slogan der Volksbanken: Jeder Mensch hat etwas das ihn antreibt. Bei Frank Thater sind es die Menschen in und aus Hunteburg.

Quelle

Text und Bild

Georg Majerski / Wittlager Quartal - Winter 2015,