Volksbank Bramgau-Wittlage: Sechs Prozent Dividende

Positive Jahresbilanz 2015

Bramsche. Eine größere Bilanzsumme. Ein satter Jahresüberschuss von ca. 2,7 Millionen Euro, ähnlich wie im Vorjahr. Eine gewachsene Eigenkapitaldecke. Noch einmal gestiegene Einlagen von Kunden, noch mehr vergebene Kredite und eine stabile Mitgliederzahl. Der Vorstand der Volksbank Bramgau-Wittlage eG hat pünktlich zur ordentlichen Vertreterversammlung „gute Zahlen aus dem Jahr 2015“ vorlegen können, wie Frank Rauschenbach betont.

Sein Vorstandspartner Holger Benitz spricht von „einem moderaten Wachstum“. Eine Folge: Sechs Prozent Dividende sollen an die 12770 Mitglieder ausgezahlt werden. Insgesamt 341793 Euro stehen hierfür zur Verfügung. Und auch mit Blick auf das Geschäftsjahr 2016 stellt Benitz vorausschauend fest: „Es wird wohl ein ordentliches Ergebnis werden.“

Dennoch gibt es auch die eine oder andere Entwicklung, die die beiden Vorstände nicht aus den Augen verlieren wollen, weil sie ihnen Sorge bereitet. Vor allem die anhaltende Niedrigzinsphase. Diese sei, so Rauschenbach, „nicht so gut“. Sie zwinge die Volksbank Bramgau-Wittlage dazu, „zunehmend zinsunabhängige Geschäfte zu machen“. Dafür habe man der Vertreterversammlung jetzt sogar eine entsprechende Satzungsänderung vorschlagen müssen . Es geht um Grundstücks- und Immobiliengeschäfte verschiedenster Art, die offiziell Gegenstand des Unternehmens werden sollen. Halte die Niedrigzinsphase übrigens weiter an, „werden Zinserträge immer weniger werden, und sie werden immer niedriger ausfallen“, so Rauschenbach. Das treffe gerade eine genossenschaftlich organisierte Volksbank spürbar.

„Wir bleiben trotzdem bei unseren soliden Geschäften“, lehnt Benitz jedoch – ähnlich wie Rauschenbach – einen ausgeprägten Risikokurs ab . Zur Strategie gehöre es weiterhin, „in der Fläche zu bleiben“ und ansprechbar zu sein. Man wolle keine Filialen schließen, betont Benitz, „solange wir können“. Trotz allem wachsenden Kostendruck. Und trotz aller veränderter Kundenwünsche. Online-Geschäfte nehmen weiterhin zu, ebenso Bankingservice per Telefon. Gefragt sei aber auch weiterhin die Möglichkeit, als Kunde eine Filiale vor Ort besuchen zu können, um das persönliche Gespräch zu führen. Das alles erfordere Anpassungen bzw. Reformen bei Öffnungszeiten und der Erreichbarkeit.

Zufrieden ist das Duo aber auch mit der langfristigen Entwicklung der Volksbank Bramgau-Wittlage. Da sei zum einen die Krise des Geldhauses im Jahre 2004 gewesen, die man dank massiver Korrekturen gemeistert habe. „Und wir haben es aus eigener Kraft geschafft“, sagt Rauschenbach nicht ohne Stolz. Ebenso habe das Unternehmen im Jahre 2009 die Fusion mit der Volksbank Wittlage geschultert und bewältigt. „Wir haben eine gute Entwicklung genommen und Strukturen verbessert“, unterstreicht Rauschenbach. Und mit Blick auf seinen Vorstandspartner Holger Benitz, der seit Anfang 2016 im Amt ist , stellt er fest: „Hier hat der naht- und reibunglose Übergang funktioniert.“

Die Geschäftsentwicklung 2015 der Volksbank Bramgau-Wittlage eG im Überblick:

Bilanzsumme: 568 Millionen Euro, ein Plus von 2,4 Prozent. Zum Vergleich: 555 Mio. Euro im Jahr 2014.

Einlagen-Entwicklung: 438 Mio. Euro – nach zuvor 421 Mio. Euro.

Kredit-Vergabe: 381 Mio. Euro – nach 374 Mio. Euro in 2014.

Eigenkapitalentwicklung: Gestiegen auf 40,3 Mio. Euro am Ende des Jahres 2015. Der Abschluss 2014 lag hier bei 38,1 Mio. Euro.

Quelle

Text

Marcus Alwes / Bramscher Nachrichten