„Kulturelle Sommerfrische“ auch in Bramsche

Bramsche. Mehr als 60 Veranstaltungen an neun Tagen in sechs Orten - das ist die „Kulturelle Sommerfrische“. Mit diesem neuen Angebot möchten die Tourismuswerber der beteiligten Kommunen auf das zehnjährige Bestehen der Varus-Region aufmerksam machen.

Vor zehn Jahren hatten sich die Gemeinden Bad Essen, Belm, Bohmte, Bramsche, Ostercappeln und Wallenhorst zusammengeschlossen, um gemeinsame Vermarktungsstrategien zu entwickeln, touristische Produkte zu konzipieren und gemeinsame Veranstaltungsreihen zu entwickeln. Bekannt und schon Klassiker sind die DiVa-Tour und der DiVa-Walk, die „Kaffeezeit“ oder der „Tortenschlachttag“, aber auch, und ganz besonders der Gartentraumsonntag, an dem Gartenliebhaber ihre privaten Refugien öffnen.

Einblick in private Lebensräume

Der Gartentraumsonntag stand Pate für die „Kulturelle Sommerfrische“, denn auch hier war der Grundgedanke, dass Kulturschaffende aus der Region, Besucher in ihre Häuser und Gärten einladen, ihnen Einblicke in ihr Schaffen erlauben oder ihre Gäste mit Lesungen oder kleinen Konzerten erfreuen. So erläutert es Christiane Wagner vom Stadtmarketing Bramsche. „Wir haben uns bekannte Künstler angesprochen und alle haben gern zugesagt“, freut sich Wagner bei der Vorstellung des Programmflyers mit dem fröhlichen Trompeter auf dem Titel.. Aus dem Bramscher Raum öffnen die Malerinnen Marlis Mörker und Susanne Strefel ihre Ateliers , der Bildhauer Gerhard Bendfeld l ädt in sein „Offenes Atelier im Garten“ ein, Mitglieder des Forums Kloster Malgarten zeigen ihr Lebensumfeld mit Lesungen, Musik und Feuerzauber von der lyrischen Seite.

Die mehr oder weniger privaten Angebote werden ergänzt durch Teile bestehender Veranstaltungsreihen wie der Sommerkulturprogramme in Belm und Bramsche , der lauschigen Nächte in der Superintendentur oder des Orgelsommers. Auch das Varusschlachtmuseum in Kalkriese und das Tuchmachermuseum sind vertreten.

„Offen sein für andere Menschen“

„Man muss schon offen sein für andere Menschen“, sagt Marlis Mörker, die regelmäßig am Gartentraumsonntag ihr Atelier öffnet und schon mal „morgens um 8 Uhr einen Bus mit 60 Touristen aus Schweden“ vor der Tür stehen hatte. Schweden ist zwar eine Ausnahme, aber die Gartenliebhaber kommen schon aus der weiteren Region, hat sie beobachtet. Deshalb werden die Flyer auch nicht nur in den Varus-Gemeinden, sondern beispielsweise auch in der Osnabrücker Tourist-Info ausgelegt.

Neuauflage im kommenden Jahr?

„Wir könnten uns durchaus vorstellen, die „Kulturelle Sommerfrische“ auch im nächsten Jahr anzubieten“, ergänzt Wagner. Bereits jetzt seien die Organisatoren von etlichen Künstlern angesprochen worden, die sich bei einer Neuauflage gern beteiligen würden.

Die „Sommerfrische“ wird von der Volksbank Bramgau-Wittlage finanziell unterstützt. „Wir sind mit 15 Filialen in der Varus-Region vertreten. Das Projekt passt einfach zu uns“, findet Dennis Jaunich, Leiter der Filale in der Gartenstadt.

Freuen sich auf die„Kulturelle Sommerfrische“: Marlis Mörker, Gerhard Bendfeld, Silke Schwarz, Dennis Jaunich, Christiane Wagner und Susanne Strefel (von links. Foto: Hildegard Wekenborg-Placke)

Quelle

Text und Bild

Bramscher Nachrichten / Hildegard Wekenborg-Placke