Training für den Ernstfall

Bewerbertraining an der Oberschule Bad Essen

Sind die ersten Einladungen für die Vorstellungsgespräche erstmal da, wird es ernst für die Bewerber. Es gilt, den potenziellen Arbeitgeber auch im persönlichen Gespräch zu überzeugen. Diese Situation kommt auch auf die Schüler der 9. Klassen der Oberschule Bad Essen zu. Für einige bereits in wenigen Wochen, für andere vielleicht erst in ein oder zwei Jahren.

Die BARMER und die Volksbank Bramgau-Wittlage eG sind bereits zum sechsten Mal kurz vor den Sommerferien in der Schule und trainieren mit Schülern der 9. Klassen die Vorstellungsgespräche – mit Kamera. Die Gespräche werden aufgezeichnet und anschließend mit der gesamten Klasse analysiert und ausgewertet. Malte Bruns und Madeleine Erbe als Referenten sorgen als "Personaler" mit laufender  Kamera bei vielen aus der Klasse für Stress und Nervosität. Das ist auch gewollt, denn diese Situation herrscht auch meist bei den realen Gesprächen.

Die beiden Experten von der BARMER GEK bzw. von der Volksbank Bramgau Wittlage geben viele hilfreiche Tipps und Hinweise. Denn schon bei der Begrüßung gilt es den ersten positiven Eindruck zu vermitteln z.B. durch einen selbstbewussten Handschlag und eine selbstsichere Begrüßung und Vorstellung.

Das Gespräch beginnt normalerweise mit ein bisschen Smalltalk. Hier sollte der Bewerber aktiv mitwirken und nicht nur Beiträge mit drei oder vier Worten beisteuern. Auf die Frage „Darf ich Ihnen etwas zu trinken anbieten?“ sollte man unbedingt mit ‚Ja’ antworten, so Malte Bruns "so kann man bei kniffligen Fragen noch kurz zum Glas greifen und sich zwei-drei Sekunden sammeln. Außerdem vermittelt man andernfalls den Eindruck, das Gespräch werde eh nicht lange dauern.“ Wichtig für die Bewerber: Immer an dem orientieren, was angeboten wird. Keine Sonderwünsche äußern. Auch auf die Sitzhaltung während des Gespräches wird geachtet. Ein ebenfalls wichtiger Punkt ist der Blickkontakt zum Gesprächspartner. „Viele tun sich schwer damit, den Blickkontakt mit dem Personalchef  ununterbrochen zu halten“, so Madeleine Erbe. „Wenn ich dieses nicht mache, wirkt es schnell sehr unsicher oder manchmal sogar desinteressiert“. Wichtig ist auch ein Lächeln, denn dieses lässt einen so sympathisch wirken, dass man es sprichwörtlich doch sogar durchs Telefon höre.

Anschließend wird es fachlich. Der Bewerber wird nach seinen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen befragt. Auch eine Einschätzung der Schulnoten gehört zum Gespräch und wird mit den Schülern ausführlich geübt.    

Nach dem Training sind sich die Schüler einig: Es gibt sehr viele Dinge, auch Kleinigkeiten, auf die man beim Vorstellungsgespräch achten sollte. Durch die Übung mit der Kamera haben sie jetzt einen ersten Eindruck, was sie erwartet und gehen gut vorbereitet auf die Ausbildungsplatzsuche.

Das Bewerbungsgespräch mit Kameraaufzeichung