Sechs Prozent Dividende bei der Volksbank Bramgau-Wittlage

Ausschüttung an die Mitglieder

Bramsche. Ein Jahresüberschuss in Höhe von 2,9 Millionen Euro und ein gestärktes Eigenkapitalergebnis Ende 2017 bilden die Grundlage für die Gewinnausschüttung an die Mitglieder der Genossenschaftsbank.

Beim Blick in die Bilanzdaten des zurückliegenden Geschäftsjahres 2017 hatten die beiden Volksbank-Vorstände Frank Rauschenbach (r.) und Holger Benitz spürbar gute Laune. Foto: Marcus Alwes

„Modern und kerngesund“ sei die Volksbank Bramgau-Wittlage eG, findet Vorstand Frank Rauschenbach. Nur die anhaltende Niedrigzinsphase bereite ihm und seinem Vorstandskollegen Holger Benitz das eine oder andere Kopfzerbrechen. Insgesamt habe sich die Volksbank aber im zurückliegenden Geschäftsjahr als sehr robust erwiesen.

Der Jahresüberschuss sei von 2,7 Mio. Euro (Ende des Jahres 2016), so Rauschenbach, „auch durch einige günstige Sondereffekte“ auf 2,9 Mio. Euro (Ende 2017) angestiegen. Die Bilanzsumme sei im gleichen Zeitraum von 610 auf 636 Millionen Euro angewachsen. Ferner hätten sich das Eigenkapital und die Einlagen-Entwicklung weiterhin positiv entwickelt.

Betreutes Kundenvolumen bei 1,232 Milliarden Euro

„Das betreute Kundenvolumen insgesamt ist um 3,1 Prozent auf 1,232 Milliarden Euro gestiegen“, verkündete Rauschenbach nicht ohne einen gewissen Stolz. Eine mächtige Zahl, die es beiden Vorständen zudem leicht machte, während der jüngsten Vertreterversammlung im Saal Rothert in Engter für „eine sehr harmonische Stimmung und eine Einstimmigkeit bei den Beschlüssen“ (Benitz) zu sorgen. Dazu zählte auch das Ja zu einer Sechs-Prozent-Dividende für die Mitglieder – insgesamt 339688 Euro. Ebenso das Okay der Vertreterversammlung zur Bildung von Rücklagen in Höhe von etwas mehr als 1,2 Mio. Euro.

Rauschenbach und Benitz kündigten an, als Bank-Verantwortliche auch künftig in der Region Bramgau-Wittlage soziale Zwecke unterstützen zu wollen. Im Jahre 2017 beispielsweise seien hierfür immerhin 54500 Euro aufgewendet worden. Ein Trend, an den man auch in 2018 anknüpfen wolle.

Unwägbarkeiten für ihre Genossenschaftsbank sehen die beiden Vorstände in den kommenden Monaten und Jahren in fehlendem Bauland (nicht gut für das Kreditgeschäft) und in einer anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Dennoch gebe es auch positive Signale. Zum Beispiel sei erneut ein Plus und eine Stärkung beim Volksbank-Eigenkapital möglich. Hoffnung mache ihm zudem der Start der erst Anfang 2018 ins Leben gerufenen Spezialabteilung „Bauen & Wohnen“, die sich gezielt um Immobilienvermittlung und Wohnbaufinanzierung kümmere. „Sehr positiv“, so Benitz, sei hier das erste halbe Jahr verlaufen. Auch den Herausforderungen der Digitalisierung stelle sich die Bank weiterhin. Die sogenannte VR-Banking-App habe sich „als sehr anwenderfreundlich erwiesen“.

Gold-Nadel für Bad Essener Aufsichtsrat Henrichs

Rauschenbach und Benitz würdigten zum Abschluss Friedrich Henrichs für dessen mehr als 40-jährige Tätigkeit im Aufsichtsrat der Volksbank. Der Bad Essener scheidet nun aus dem Gremium aus. Auch der Genossenschaftsverband Weser-Ems bedankte sich bei Henrichs – mit der Ehrennadel in Gold.

Quelle

Text und Bild

Marcus Alwes, Bramscher Nachrichten