Wenn der "Ernst des Lebens" beginnt

Das mit dem Bewerben ist so eine Sache: Denn...was macht eine gute Bewerbung eigentlich aus? Was wird beim Einstellungstest erwartet? Wie kann man sich ideal auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten?  Eine Musterlösung gibt es nicht. Aber eine gute Vorbereitung bringt auf jedem Fall persönliche Sicherheit und ist ein gutes Mittel gegen übermäßige Nervosität - denn für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

Um die Schülerinnen und Schüler der Oberschule Bohmte und der Ludwig-Windthorst-Schule Ostercappeln auf diesen Einstieg in die Arbeitswelt optimal vorzubereiten, unterstützte die Barmer Ersatzkasse gemeinsam mit der Volksbank Bramgau-Wittlage eG die Schüler der Abschlussklassen mit einem praxisgeleiteten Bewerbungstraining. Zum Einstieg und als Auffrischung erläutern Dirk Kache von der Barmer und Anne-Marie Meins von der Volksbank im Theorieteil die Grundlagen zur Jobfindung und dem Bewerbungsschreiben. Auch der Einstellungstest ist Thema im Workshop, denn nach einer überzeugenden Bewerbung folgt meist die Einladung zum Einstellungstest. Ein Tipp aus der Praxis der beiden Dozenten lautet hier: "Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen. Oft ist die Zeit so knapp bemessen, das der Zeitdruck dem Bewerber Schweißperlen auf die Stirn treibt. Viele Unternehmen möchten so herausfinden, wie die Kandidaten auf stressige Situationen reagieren, die Testergebnisse sind dabei zweitrangig.
Damit sich das hoffentlich anschließende Vorstellungsgespräch nicht zum Stress-Test entwickelt, ist das Videotraining Fokus des Workshops. Die Dozenten simulierten mit den Schülerinnen und Schülern vor laufender Kamera ein Bewerbungsgespräch. Anschließend wurden die Gespräche gemeinsam ausgewertet. Begrüßung, Kleidung, Gestik, Mimik, Haltung und Verabschiedung sind wichtige Bestandteile, um einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Hier gab es wertvolle Tipps aus der Praxis, sowie die Do's and Don'ts.
Das Bewerbertraining fand ein überaus zustimmendes Echo bei den Schülern und Lehrern.  So hoben die Lehrer den hohen Praxisbezug hervor. Aber auch bei den Trainern hinterließen die Schulstunden einen sehr positiven Eindruck. Sie waren von der Wissbegierigkeit und Motivation der Schülerinnen und Schüler angetan und lobten, wie ernst sie die Praxissimulationen genommen haben.