Volksbank Bramgau-Wittlage durch Fusion gestärkt

Zwischenbilanz nach 5 Jahren

Bramsche. Alle Versprechungen, die bei der Fusion der Volksbanken Bramgau und Wittlage vor fünf Jahren gemacht wurden, sind eingehalten worden. Das war die Kernbotschaft auf der Vertreterversammlung in Engter. Im Pressegespräch erläuterten die Vorstände Heiko Ziegemeier und Frank Rauschenbach am Freitag die positive Entwicklung in allen wichtigen Bereichen.

„Wir haben geliefert“ fasste Heiko Ziegemeier die Entwicklung der letzten fünf Jahren zusammen. Die in die Fusion gesetzte Hoffnung auf effizientere Strukturen und Synergieeffekte hätten sich voll erfüllt. Als einen Beleg führt der Vorstand das Betriebsergebnis vor Bewertung an. Das lag 2009 mit 0,9 Prozent der Bilanzsumme noch deutlich unter dem Verbandsdurchschnitt von damals 1,23 Prozent. 2013 lang die Volksbank Bramgau mit 1,34 Prozent über dem Verbandsdurchschnitt von 1,20 Prozent. Gesunken ist dagegen der Verwaltungsaufwand. 60 Cent muss die Bank ausgeben, um einen Euro zu erwirtschaften. „Vor zehn Jahren waren das bei uns in Bramsche noch 84 Cent“, betont Frank Rauschenbach.

Damals mussten auch für die Bewertung von Risiken der Bank hohe Summen bereitgestellt werden. Heute beschert die Bewertung ein Plus von rund einer Million Euro. „Wir haben die Kosten im Griff und den Ertrag gesteigert“, fasst Rauschenbach zusammen.

Ausgeschieden aus dem Aufsichtsrat ist Manfred Palubitzki, bei dem sich Heiko Ziegemeier, Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Berghegger und Frank Rauschenbach (v.l.) mit einem Blumenstrauß bedankten. Da der Aufsichtsrat kleiner werden soll, wurde kein Nachfolger gewählt.

Kein Wunder, dass dann die Ertragslage „gut“ ist, wobei gut im Sinne der Zeugnisnote zu verstehen ist. Ziegemeier präsentiert stolz die Zahlen: Bei einer Bilanzsumme von 533,6 Millionen Euro ( 4,5 Prozent oder 23,2 Millionen Euro mehr als im Vorjahr) steht unterm Strich einJahresüberschuss von 2,644 Millionen Euro. Davon gehen 1,2 Millionen in die Ergebnisrückstellung, so dass ein Bilanzgewinn von 1,444 Millionen Euro verbleibt. Daraus wird den Mitgliedern eine sechsprozentige Dividende gezahlt, was gut 342 000 Euro kostet. Die verbleibende gute Million wandert ebenfalls in die Rücklagen.

Weil vom Betriebsergebnis von rund sieben Millionen Euro weitere drei Millionen der Vorsorgereserve zugeführt wurden, ist aus der einstigen Schwachstelle Eigenkapital inzwischen eine weitere Stärke der Bank geworden. Entsprechend knapp und positiv seien die Prüfungsberichte ausgefallen, freut sich Ziegemeier: „Wer Eigenkapital hat, gewinnt auch an Ertrag“.

Erfreut haben die Vorstände zur Kenntnis genommen, dass sowohl Verbandsdirektor Johannes Freundlieb vom Gesnossenschaftsverband Weser-Ems als auch die stellvertretende Bramscher Bürgermeisterin Dagmar Völkmann das nachhaltige Geschäftsmodell der Volksbanken gelobt hatten. Der Verzicht auf „internationales Gezocke“ werde durch die treue Kunden honoriert, ist sich Ziegemeier sicher. Um so mehr ärgert ihn, dass die vielen neuen Vorschriften, die helfen sollen, die Großbanken zu kontrollieren, auch die kleinen, in ihrer Heimatregion tätigen Volksbanken treffen. 150 Jahre nach Begründung der Geschäftsidee durch Wilhelm Raiffeisen setze sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass „Genossenschaft etwas Gutes ist“, glaubt Ziegemeier.

Quelle

Bramscher Nachrichten