Volksbank Bramgau-Wittlage erhöht Vermögen um insgesamt 4,8 Millionen Euro

Bramsche. Die Volksbank Bramgau-Wittlage steht so gut da wie nie. Mit diesem knappen Fazit sorgten die Vorstände Frank Rauschenbach und Heiko Ziegemeier zusammen mit einer sechsprozentigen Dividende für eine ausgesprochen friedliche Vertreterversammlung.

  

 

Mit einigem Vergnügen können die Volksbank-Vorstände Heiko Ziegemeier (links) und Frank Rauschenbach die Prüfberichte studieren: Die Bankaufseher hatten für 2012 nichts zu beanstanden. Foto: Heiner Beinke

Im Pressegespräch betonen die beiden, dass es 2012 gelungen sei, das Vermögen der Bank um 4,8 Millionen Euro zu erhöhen. „Wer da sagt, das war ein schlechtes Jahr...“, lässt Rauschenbach den Satz unvollendet. 2013 sei bisher „ähnlich positiv“ gelaufen.

Motor des Kreditgeschäftes sei eindeutig die Landwirtschaft gewesen. Die Finanzierung von Stallbauten und Fotovoltaik-Anlagen habe dabei im Vordergrund gestanden. Anders als noch vor zehn Jahren weise das Kreditgeschäft kaum noch strukturelle Risiken auf. Auf der anderen Seite seien beim Einlagegeschäft die niedrigen Zinssätze problematisch. Die Spareinlagen gingen um eine Million Euro auf jetzt 396 Millionen Euro zurück, die Kredite stiegen um 14 Millionen auf jetzt 336 Millionen Euro.

Dass die Bilanzsumme von 522 Millionen auf 513 Millionen Euro zurückgegangen ist, stört die Vorstände nicht im geringsten: „Das ist nicht unser Antritt, da zu glänzen. Wir setzen auf Qualität“, betont Heiko Ziegemeier die Konzentration auf solides Wirtschaften in der Region. Dafür stehe das Betriebsergebnis, das nach der Bewertung der Risiken noch besser ausfalle als vorher.

Als Bilanzgewinn weist die Volksbank Bramgau-Wittlage 1,455 Millionen Euro aus, davor sind aber schon 3,6 Millionen Euro in Rücklagen beziehungsweise einen Fonds für Bankrisiken eingestellt worden. Und auch vom Gewinn wandert mehr als eine Million Euro in die Rücklagen. Es verbleiben 341255,60 Euro, die als sechsprozentige Dividende an die Mitglieder ausgezahlt werden.

„Alles bestens gelaufen“, fasst Rauschenbach das letzte Jahr zusammen, in dem auch der inzwischen in den Ruhestand verabschiedete Vorstandskollege Wolfgang Warhus Verantwortung trug. Weil die Fusion tatsächlich die erhofften Synergieeffekte gebracht habe, sei es auch gelungen, die Personalkosten zu senken, ergänzte Ziegemeier.

Wermutstropfen in den Volksbank-Freudenbecher gießt nur die Großwetterlage. Neben den problematisch niedrigen Zinsen und der in Umlauf befindlichen Geldmenge ist das für Rauschenbach vor allem der Widerspruch zwischen dem öffentlichen Lob für die Genossenschaftsbanken und der praktizierten Gleichbehandlung mit jenen Geldinstituten, die mit Spekulationen und gewagten Geschäftsmodellen die Krisen der letzten Jahre ausgelöst hätten. Mit dem früher von der Konkurrenz belächelten Geschäftsmodell, in der Region für die Region zu arbeiten, hätten sich die Volksbanken und auch die Kreissparkassen als risikofest erwiesen. Dafür würden sie aber nicht belohnt, sondern müssten die gleichen Auflagen ertragen wie die Risikobanken.

 

 

 

 

Quelle

Text und Foto Bramscher Nachrichten