Im Bohmter Sportlerheim Ovelgönne gibt es jetzt einen Defibrillator

Volksbank und Sparkasse helfen mit Spenden

Bohmte. Jetzt gibt es auch im Sportlerheim Ovelgönne des TV 01 Bohmte einen Defibrillator. Seinen endgültigen Platz wird er im Erdgeschoss bekommen. Erst einmal, so TV-01-Vorsitzender Horst Lutz, muss ein Schrank her, in dem das Gerät untergebracht ist und der bei unberechtigter Nutzung Alarm auslöst.

Über die bedeutung des Defibillators waren sich alle bei der Spendenübergabe im Sportlerheim Ovelgönne des TV 01 Bohmte einig. Im Bild (von links): Horst Lutz, Thomas Ruppel, Leiter Marktdirekton Wittlager Land der Sparkasse, Reinhard Müller (2. Vorsitzender), Kundenberaterin Britta Fiß-Klenke (Volksbank) und Volkmar Kemper (2. Vorsitzender). Foto: Karin Kemper

So befindet sich der Defibrillator erst einmal im Sitzungsraum im ersten Stock des Gebäudes. Bei der Finanzierung des Gerätes halfen Landkreis und Kreissportbund und vor Ort die Volksbank Bramgau-Wittlage und die Sparkasse Osnabrück. Horst Lutz meinte beim Ortstermin: "Wo wir hier so abseits liegen, ist ein Defi einfach wichtig." Das sahen seine beiden Stellvertreter, Reinhard Müller und Volkmar Kemper, ganz genauso. Die Verantwortlichen des TV 01 freuen sich über die Unterstützung und fügen hinzu, dass der Schrank zusätzliches Geld kostet. Sie betonen: "Das ist es uns wert."

Standorte in einer App verzeichnet

Lutz  sagte, dass er der Gemeinde Bohmte bereits gemeldet hat, dass im Vereinsheim Ovelgönne ein Defibrillator zur Verfügung steht. Das TV-01-Gerät soll zudem in eine App eingetragen werden, die die Standorte der Defibrillatoren enthält – damit in einem Notfall schnell festgestellt werden kann, ob ein solches, unter Umständen lebensrettendes, Gerät sich in Reichweite befindet.

Stimme gibt Anweisungen

Der Vorsitzende machte deutlich, dass die Benutzung des Defis im Ernstfall für jeden Helfer gut machbar sei. Wichtigen Anteil daran hat das Gerät selbst oder besser gesagt die Stimme, die beim Öffnen sofort anfängt die entscheidenden Anweisungen zu geben. Das Ganze beginnt mit: "Wählen Sie die Nummer des Rettungsdienstes. Stellen Sie sicher, dass der Patient nicht ansprechbar ist..." Vor dem Einsatz des Defis, so Lutz, komme im Ernstfall aber immer die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Das heißt: Ein Helfer pumpt, der andere holt den Defibrillator. Mit dem Gerät können durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern und Kammerflattern beendet werden. Ein Stromstoß wird nur dann ausgelöst, wenn die richtige Indikation vorliegt.

Klappe ging nicht ganz zu

Ganz ohne Vorführeffekt ging es bei dem Ortstermin nicht ab. Der Defi versorgte die kleine Runde bereitwillig mit den erwarteten Dienstanweisungen, ließ sich aber nicht auf Anhieb wieder in die Ruheposition bringen. Irgendetwas verhinderte, dass die Klappe richtig schloss. Sobald das behoben war, war das Problem gelöst. Seitdem blinkt ein Lämpchen des Defis in langsamem Rhythmus – und das muss so sein, zeigt an, dass das Gerät dienstbereit ist.

Quelle

Text und Bild:

Kartin Kemper / Wittlager Kreisblatt