Durchblick im Bewerbungsdschungel-das Bewerbertraining an der Bohmter Oberschule

Ein Vorstellungsgespräch ohne Nervosität? Für die meisten Bewerber um einen Ausbildungsplatz ist dies eher unrealistisch, aber eine gute Vorbereitung sorgt für mehr Gelassenheit und Selbstsicherheit. Mit dem Bewerbertraining mit Schwerpunkt Kameratraining bereitet die Barmer gemeinsam mit der Volksbank Bramgau-Wittlage eG die Schüler der Abschlussklassen der Oberschule Bohmte auf den Ernstfall vor.

Als Einstieg gibt es vorab eine kleine Wiederholung rund um das Thema Bewerbung durch die Referenten Dirk Kache und Kira Wesselmann. Diese reicht von der Berufswahl über das Bewerbungsschreiben bis hin zum Einstellungstest. Längst hat die Digitalisierung auch die Jobsuche erfasst. Während noch vor einigen Jahren die handschriftliche Bewerbung üblich war, ist die heute fast undenkbar. Email-Bewerbungen oder Online-Formulare sind heute üblich. Auch für die Informationsbeschaffung lässt sich die „Online-Welt“ sinnvoll nutzen.  Online-Jobbörsen bieten einen guten Überblick.  Interessant ist auch die Website der suchenden Unternehmen für die Informationsbeschaffung.

Aus Unternehmersicht sind Internetrecherchen zwar datenschutzrechtlich umstritten, aber die beiden Referenten raten den Jugendlichen trotz allem zu einem umsichtigen Umgang. Denn das WEB hat auch so seine Tücken -  das Netz vergisst nicht. Einmal gepostet und die Inhalte bleiben meist dauerhaft bestehen. Darum sollte sich jeder genauestens überlegen, was er von sich im Internet und insbesondere auch in den Sozialen Medien Preis gibt.   
Der anschließende Seminarschwerpunkt bereitet die Schüler-/innen intensiv auf das Vorstellungsgespräch vor. Nicht nur die Beantwortung der Fragen sind ausschlaggebend um im Gespräch zu punkten. Eine ebenso wichtige Rolle spielen Gestik und Mimik.  Der richtige Händedruck bei der Begrüßung  in Zeiten von Corona absolut unwichtig geworden, aber in Hinblick auf die nonverbale Kommunikation gibt es dennoch vieles zu beachten.

Eine schlaffe Körperhaltung, kein Blickkontakt oder  verschränkte Arme können einen negativen Eindruck hinterlassen. Ein bisschen Nervosität schadet hingegen nicht – dies ist völlig legitim. Dieser Ernstfall wird im Seminar geprobt. Die beiden Referenten stellen mit den Schülern ein Vorstellungsgespräch nach. Dieses wird mit einer Kamera aufgezeichnet. Im Anschluss gibt es ein persönliches Feedback mit wertvollen Tipps aus der Praxis.Zum Ende waren sich alle Schüler darüber einig, dass der Tag ein gutes Training für die anstehenden Vorstellungsgespräche bietet. Auch die Referenten waren mit dem Resultat des Seminars zufrieden.